Rahmenbedingungen 2026 – ein Überblick über wichtige Änderungen
Das Jahr 2026 bringt eine Reihe von Änderungen in der Gesetzgebung, die für Unternehmen nicht zuletzt im Kontext von Managementsystemen relevant sind. Dabei handelt es sich um die nationale Umsetzung von EU-Vorgaben oder Rahmenbedingungen, die in nationalen Initiativen Ihren Ursprung haben. Wir haben für Sie wichtige Änderungen für Deutschland und Österreich zusammengefasst, ohne den Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben.
Die folgende Abbildung 1 gibt einen Überblick über die Änderungen und ihre jeweilige Relevanz für die Länder Deutschland und Österreich.

Abb. 1: Ausgewählte Änderungen in der Gesetzgebung (Quelle CONSENZUM)
Strategische Ausrichtung
Deutschland und Österreich
MERCOSUR: Das Inkrafttreten von MERCOSUR in bringt Zollerleichterungen und verbesserte Marktchancen für den Export von Maschinen, Pharma, Lebensmittel und Technologie.
NISG: Rund 30.000 Unternehmen im Bereich kritischer Infrastrukturen oder in Sektoren wie Energie, Verkehr, Gesundheit, Wasser, Abfall, Finanzwesen, IKT werden direkt vom nationalen IT-Sicherheitsgesetz (NISG), betroffen sein.
Österreich
Erhöhung des Investitionsfreibetrags: Die befristete Erhöhung des Investitionsfreibetrags (IFB) von 10 % auf 20 % und des Öko-IFB von 15 % auf 22 % gilt für Investitionen ab November 2025 bis Dezember 2026.
Personalmanagement
Österreich
Freibetragshöhe: Seit Januar 2026 werden bis zu 15 Überstundenzuschläge pro Monat in Höhe von maximal 170 Euro nicht besteuert.
Arbeiten bei Hitze: Schutzmaßnahmen für Arbeiten bei Hitze im Freien (ab 30 Grad) müssen ergriffen werden, sobald die GeoSphere Austria eine Hitzewarnung der Stufe 2 ausgibt.
Deutschland
Aktivrente: Wer über dem gesetzlichen Rentenalter arbeitet, kann bis zu 2.000 Euro monatlich steuerfrei hinzuverdienen, wobei Selbstständige derzeit ausgeschlossen sind.
Mindestlohn, Kurzarbeitergeld, Pendlerpauschale, Deutschlandticket: Ab Januar 2026 steigt die Pendlerpauschale auf 38 Cent, der gesetzliche Mindestlohn auf 13,90 Euro brutto pro Stunde, das Deutschlandticket auf 63 Euro. Das Kurzarbeitergeld ist bis Ende 2026 auf 24 Monate verlängert.
Nachhaltigkeit und Energie
Österreich und Deutschland
Greenwashing: Allgemeine Umweltaussagen wie z.B. „umweltfreundlich“, „bio“ und „klimaneutral“ werden weitgehend verboten oder sind nur dann zulässig, wenn dahinter anerkannte hervorragende Umweltleistungen stehen.
CSRD: Im Rahmen des Omnibus1 der EU wurde die CSRD-Berichterstattung auf Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitenden und einem Umsatz über 450 Mio. Euro begrenzt. Lieferanten für diese Unternehmen müssen nur begrenzt Daten liefern.
Industriestrompreis: Es wird ein Industriestrompreis für energieintensive Unternehmen von etwa 5 Cent eingeführt.
Österreich
Elektrizitätsabgabe: Die Abgabe für Unternehmen soll von derzeit 1,5 Cent je Kilowattstunde auf 0,82 Cent sinken.
Deutschland
CO2-Steuer: Die Abgabe auf fossile Energie steigt auf 65 Euro; Tanken/Heizen wird teurer.
Netzentgelte: Durch einen staatlichen Zuschuss für die Betreiber der Stromnetze soll ab 2026 der Strompreis etwas fallen.
Stromsteuer: Die Stromsteuer für Unternehmen des produzierenden Gewerbes wird dauerhaft auf den EU-Mindeststeuersatz von 0,50 € / MWh gesenkt.
Die CONSENZUM Managementberatung hat eine ihrer Kernkompetenzen in der Implementierung und laufenden Betreuung von Managementsystemen. Der kontextualen Berücksichtigung von Änderungen in den gesetzlichen Rahmenbedingungen kommt dabei eine essenzielle Bedeutung zu.
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